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02. September 2021

Neustart nach Maß

Eine Halbjahresbilanz des Neuen Sächsischen Kunstvereins e.V.

Es war ein Neustart nach Maß und selbst für Insider so nicht zu erwarten. 2021, im 31. Jahr seines Bestehens, trat der Neue Sächsische Kunstverein e.V. nach mehrjährigem internen Umbau mit neuem Credo, Corporate Identity und strategischer Neuausrichtung in Form von neuen, innovativen Ausstellungs- und Veranstaltungsformaten mit namhaften Partnern aus Kunst, Kultur, Wirtschaft, Medien und Verwaltung an seiner Seite unter großer medialer Beachtung wieder in der Dresdner und sächsischen Kunst- und Kulturlandschaft in Erscheinung. Und dies alles unter denkbar ungünstigen Bedingungen der Corona-Pandemie.

Von Dezember 2020 bis Anfang Mai 2021, also in der Zeit, als der Kunst- und Kulturbetrieb im Lockdown nahezu stillgelegt war, setzte der Verein mit seiner Hybrid-Sonderausstellung „Emergency Break“ auf der Albrechtsburg in Meißen ein erstes Achtungszeichen und dokumentierte im Schulterschluss mit 30 Dresdner und sächsischen Bildenden Künstler*innen seine neue Gangart. U.a. die Sächsische Zeitung würdigte dieses Engagement mit einem großen Feuilletonbeitrag sowohl in der Print- als auch Onlineausgabe.

Im Februar wurde die in einer gemeinsamen Pressekonferenz der KFA Kultur für Alle gGmbH (Veranstalter des beliebten Festivals „Palais Sommer“) und des Neuen Sächsischen Kunstvereins e.V. verkündeten strategischen Partnerschaft auf vier Säulen vielbeachtet durch die regionalen Medien aufgegriffen.

Im Juli und August folgten gleich drei gemeinsame Projekte. Die „Sächsische Kunstausstellung Malerei (Pilot)“, welche in einer fünfwöchigen Wechselausstellung die acht sächsischen Kulturräume mit 47 Werken von 24 Bildenden Künstlerinnen und Künstlern vorstellte; die „FAMA Skulptura (Pilot)“ mit sechs großformatigen Skulpturen von Bildhauern aus Dresden, Leipzig und Chemnitz begeisterten rund 4.500 Besucher*innen auf dem Festivalgelände des Palais Sommer am Japanischen Palais. Werke im Gesamtwert von rund 11.000 Euro wurden verkauft. Darüber hinaus kauften beide Veranstalter künstlerische Positionen im Gesamtwert von rund 15.000 Euro für ihre eigenen Kunstsammlungen auf. Ausstellungsgagen für die beteiligten Künstler im Gesamtvolumen von rund 11.000 Euro wurden ausgezahlt.

Vom 21. bis 25. Juli fand Dresdens neues innerstädtisches und eintrittsfreies Kunstfestival „NIB ART“ auf dem Neumarkt, Dr.-Külz-Ring, Taschenberg am Schloss und im Hauptbahnhof statt mit Kunstinstallationen, Performances, Live-Konzerten, Konzertfilmen und Art Talks, die von rund 127.000 Besuchern frequentiert wurden. Es gab jede Menge zu sehen, zu hören und zu erleben: Unter der Kuration von Dirk Großer und geladenen nationalen als auch internationalen Künstler*innen wurden aktuelle gesellschaftliche Konflikte in Form von künstlerischen Groß-Installationen wie die „R-Ausstellung | Komfortzone“, „Home | Armenisches Haus“ und „Das Boot | Boot()schaften“ in Begleitung eines künstlerisch gestalteten Pianos und täglichen musikalischen Performances im öffentlichen Raum thematisiert.

Es ging um den Verlust von Heimat durch Kriege, der Privatsphäre durch Digitalisierung und Pandemie-Verordnungen im Lockdown sowie Botschaften an die Nachwelt, wie wir im Umgang mit schwindenden natürlichen Ressourcen und sich anbahnenden Klimaveränderungen für das Leben von morgen kontrovers streiten. Der Dresdner Neumarkt war Hauptschauplatz des Festivals. Neben den stark beachteten Kunstinstallationen „Schlafende“ und „von Wilhelms Goldene Steine in Dresden” mit zeitgenössischen Öl-Portraits des Sächsischen Hofstaates fanden auf der großen Bühne täglich Art Talks mit bekannten Kunst- und Kulturschaffenden sowie Live-Konzerte statt. Das musikalische Spektrum reichte von karibischen Rhythmen, Jazz bis hin zu erstklassigem Pop. Am Abend liefen hochkarätige Konzertmitschnitte aus verschiedenen Genres von ARTE auf einer übergroßen LED-Leinwand in schönster Kulisse am Fuße der Dresdner Frauenkirche.

Die „NIB ART“ steht für eine „neue innerstädtische Begegnung mit Kunst und Kultur“ und ist das zentrale Gemeinschafts-Projekt vom Neuen Sächsischen Kunstverein e. V. und der KFA Kultur für Alle gGmbH. Ab 2022 wird es jährlich dreiwöchige „NIB ART“-Neuauflagen geben. Anteilig gefördert wurde das Premieren-Festival von der Bundeskulturstiftung, des Amts für Kultur und Denkmalschutz, Amts für Wirtschaftsförderung, der Dresdner Stadtmarketing-Gesellschaft, ARTE Concert und der Deutschen Bahn – Station & Service AG.

Künstlerliste
Sächsische Kunstausstellung Malerei/Pilot:
 
Almut-Sophia Zielonka, Cornelia Zabinski, Gabi Keil, Karen Koschnick, Anne Kern, Erika Harbort, Hanne Kroll, Rita Geißler, Hjördis Baake, Katja Glänzel, Franziska Kunath, Sylvia Graupner, Rolf Werstler, Lothar Stauch, Christian Domke, Andreas Rudloff, Christian Manss, Ulrich Eisenfeld, Hans Kutschke, Klauß Eberhard, Thomas Geyer, Michael Goller, Daniel Jantsch, Harald Hellmich
 
Künstlerliste
FAMA Skulptura/Pilot:
                                                                                                 
Elisabeth Howey, Ursula Güttsches, Frank Schauseil, Reinhard Pontius, Teo Richter
                                                                           
Künstlerliste (Bildende Künstler)
NIB ART Dresden (Installationen bzw. Gäste beim Art Talk):
 
Claudia Grande, Frenzy Höhne, Esteban Velazquez Wilhelm, Mischa Badasyan, Jaroslav Rudiš, Colin Raff, Jos Diegel, Tomas Raffa, Simon Rosenthal, Gregorio Alvarez Acevedo, Dirk Großer, Holger John, Detlef Schweiger, Karen Koschnick, Thomas Reichstein

NIBART2021_00049-a2516580 Neustart nach Maß
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